Unsere Vereinsgeschichte

Der Spiel und Turnverein Sörup wurde am 25. Juni 1911 gegründet.

Gründungsmitglieder waren Söruper Schüler, die in Flensburg zur Schule gingen und von dort das Spielen und Turnen nach Sörup brachten. Großen Anteil daran hatten Nikolaus Jessen, die Brüder Karl und Otto Weyhe, sowie Fritz Pohlmann. Man spielte Schlagball, Faustball und trieb Leichtathletik auf dem Schulhof; auch auf den Koppeln der Bauern durfte gespielt werden.

 

Der 1. Weltkrieg brachte die begonnene Arbeit zum Erliegen, die dann 1919 allmählich wieder begann.

 

Neben der Leichtathletik und den Ballspielen wurde das Angebot durch Turnen ergänzt, welches im Bahnhofshotel betrieben wurde.

Auch die Frauen und Mädchen zeigten Interesse und gründeten 1924 eine Damenabteilung; Fritz Steiner hatte sie ins Leben gerufen. Bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, Festen des Gesangsvereins, der Freiwilligen Feuerwehr und des Gesellenvereins wirkten Turner und Turnerinnen immer häufiger mit. 1926 veranstaltete der STV sein erstes Schauturnen im Bahnhofshotel. Fritz Steiner, Heinrich Adam und Johannes Thomsen führten als Vorturner ihre Riegen, Ernst Urban als Vorsitzender führte den Verein.  Nach Ernst Urban als Vorsitzenden folgten Christian Hansen und  Karl Willms.

 

Nach dem Bau einer Volksschule mit einer Turnhalle ( 1927 ), stand dem STV eine Turnhalle, die heutige kleine Turnhalle zur Verfügung. In erster Linie kam die neue Sporthalle den Kindern zugute. Kinder- und Jugendabteilungen belebten den Verein und sorgten für Nachwuchs. Zum Glück fanden sich auch geschickte Übungsleiter.

 

Bis gegen Ende  der zwanziger Jahre beherrschte vorwiegend das Schlagballspiel die Sportplätze; ab 1928 setzte sich der Handball allmählich an seine Stelle.
Ein Höhepunkt für das Vereinsleben war das 1933 in Sörup abgehaltene Gauturnfest, an dem etwa 900 Turner und Turnerinnen teilnahmen. Große Verdienste um das Gelingen erwarben sich Karl Urban und Jürgen Heinrich Nissen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus kam das Vereinsleben praktisch zum Erliegen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Vereinsleben wieder aufgenommen. Großen Anteil daran hatte Fritz Steiner, der 1945 die alten Söruper Turner um sich scharte und 1946 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Viele Turnfreunde schlossen sich dem STV an, unter ihnen befanden sich auch  Erhard Schiefer und Hermann Rehder, die Fritz Steiner hilfreich zur Seite standen.
Ein besonderes Glück für den STV war es, dass sich unter ihnen Heinz Hankiewicz befand. Ihm hat der STV einen damals wohl ungeahnten Aufschwung seiner geführten Breitenarbeit zu verdanken. Heinz Hankiewicz ist noch heute als Turnlehrer unserer Jugendturner tätig.

 

Heinz Schütz bildete 1947 innerhalb des Vereins eine Boxabteilung, die sich allerdings 1949 wieder auflöste. Die 1948 gegründete Tischtennis-Abteilung bestand bis 1960. Nach neunjähriger Unterbrechung wurden 1969 unter der Leitung von Johannes Marten die Übungsstunden wieder aufgenommen. Nach dem Zusammenschluss mit Grünweiß Flensburg im Mai 1984 entstand die Spielgemeinschaft ( TTSG Sörup / Grünweiss Flensburg ). Um das Fußballspiel in Sörup haben sich die Sportfreunde Pleiß, Fritsche und Conrad verdient gemacht. Im  Jahr 1949 bildeten sich 2 Mannschaften in den Verein.

 

Welchen beachtlichen Stand der STV Sörup bereits 1949 wieder erreicht hatte, verrät das Protokollbuch jener Tage. Folgende Eintragungen können nachgelesen werden:

  • Gelungenes Bühnenschauturnen vor über 500 Zuschauern
  • Mit 50 Teilnehmern zum Jugendgruppenwettstreit nach Sterup
  • Teilweise Wiederholung des Schauturnens auf dem Scheersberg
  • Götzwanderung: Fußmarsch nach Langballigau und zurück über Neukirchen
  • Am 12. Juni 1949 großer Volksturntag auf dem Söruper Sportplatz
  • Sonnenwendfeier auf Jordhöhe mit sehr großer Beteiligung
  • Glänzender Verlauf des Scheersbergfestes, viele Söruper Teilnehmer
  • Vereinssportfest am 18 September 1949 und schließlich im Oktober
  • Der 1. Vereinsrundbrief, bald als „Söruper Turnerbrief“ bekannt

 

Solche Veranstaltungen wiederholten sich nun Jahr um Jahr.

Anlässlich des Deutschen Turnfestes 1953 in Hamburg wurde dem STV als dem ersten Turnverein der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand des Bundespräsidenten Prof. Theodor Heuß für hervorragende sportliche Leistungen das Silberne Lorbeerblatt verliehen.

 

45 Mitglieder des Vereins durften diesem stolzen Augenblick beiwohnen. Es war der denkwürdigste Tag in der Vereinsgeschichte. Nicht weniger überwältigend war der mitternächtliche Empfang der Vereinsmitglieder in Sörup mit Blumen, Fackeln und Musik.

 

Der im Jahre 1967 gebauten Turnhalle in der Schulstraße wurde ein neuer Sportplatz mit einer 400-m-Bahn sowie einer Weitsprung- und einer Kugelstoßanlage zugeordnet. Leichtathletische Wettkämpfe und die Abnahme des Sportabzeichens konnten nun besser als bisher durchgeführt werden. Das Turnen war und bleibt der Nährboden und die Basis für unseren Vereinsnachwuchs. Entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung unseres Vereins hatte Magdalena Baller, die mit Kleinkindern zu turnen begann. Viele der heute erwachsenen Frauen und Männer werden sich gerne an ihre „Tante Baller“ erinnern.

 

Eine Großsporthalle im Verbund mit dem Bau der Astrid- Lindgren-Schule kam 1976 dazu. Um die Spielfläche des Sportplatzes zu schonen, wurde von der Gemeinde ein Trainingsfeld erstellt. Es dient seitdem der Jugend auch außerhalb der Schul- und Trainingsstunden, ihrem Fußballspiel nachzugehen. Auf Anraten des Kreissportverbandes wurde 1978 eine Sportlehrerin eingestellt. Seitdem werden unsere Mädchen und Frauen von ihr betreut.

 

Die Handballabteilung des STV gründete 1979 mit dem TSV Nordmark Satrup und der TSG Scheersberg die Spielgemeinschaft Mittelangeln ( SGMA ). Initiatoren waren Peter Mielke, Holger Lassen (beide aus Satrup), Wolfgang Lausen und Rudolf Redmann ( Sörup ). Die Handballabteilung besteht heute aus 4 Senioren- und 12 Jugendmannschaften. Auf Initiative von Ingvelde Laue und einiger interessierter Spieler wurde 1983 eine Badminton-Abteilung gegründet. Faust- Prell-und Volleyball bilden nur kleine Gruppen, die sich aus Freude an der Bewegung betätigen wollen, ihre Gemeinschaft ist deshalb umso fester gefügt.

 

Besonderen Zuwachs hatte in diesen Jahren die Fußballabteilung. Die Übungsleiter verstanden es, die Spieler zu motivieren und zu betreuen. Im Jahre 1983 wurde der Schiedsrichterpokal des Kreisfußballverbandes unserem Obmann überreicht, eine Auszeichnung die für sich spricht. 1997 wurde der neue Sportplatz fertiggestellt. Dieser ist zwischen der Tennishalle und der großen Sporthalle zu finden. Die Fußballabteilung schloss sich 1999 mit dem TSV Sterup zu dem neuen Verein FC Sörup-Sterup zusammen. Die Stammvereine bleiben weiterhin bestehen. Beschleunigt durch den Aufstieg der Fußballmännermannschaft , wurde im Jahr 2005 ein Clubraum in der großen Sporthalle geschaffen. Aus einem Besprechungsraum und einer Garage wurde ein Aufenthaltsraum für alle Vereinsmitglieder. Inzwischen hat sich die Jugend- und Frauenabteilung mit verschiedenen Vereinen der Umgebung zur FSG Mittelangeln zusammengeschlossen. Der Herrenbereich spielt zusammen mit der TSG Scheersberg als FSG Sörup-Sterup. Zur Zeit hat der Verein 320 aktive Fußballer und Fußballerinnen.

 

 

1. Vorsitzender in den Jahren

1911 - 1919      –
1919 - 1924      Ernst Urban
1924 - 1925      Christian Hansen
1925 - 1945      Karl Willms
1946 - 1971      Fritz Steiner
1971 - 1972      Rudolf Schwarz
1972 - 1974      H. Walser
1974 - 1988      Hans-Joachim Bahlecke
1988 - 1992      Manfred Wunderlich
1992 - 2018      Birgit Hinrichsen
2018 - Heute    Melanie Hinrichsen

 

Der STV Sörup hat zur Zeit ca. 1000 Mitglieder.

Damals wie heute gilt, ohne ehrenamtliche Tätigkeit kann das Vereinsleben nicht existieren.

 

Dank all den Übungsleitern, Spartenleitern, Trainern und Betreuern, Helferinnen und Helfern, engagierten Eltern, auch denen die hier nicht erwähnt wurden.

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